Charlotte Bodem war das zweite Kind von Majam und Karl Bodem. Sie wurde am 12. Juli 1920 in Heidelberg geboren, wo ihr Vater ein Malergeschäft betrieb.
Seit 1932 wohnte die Familie – die noch ihren großen Bruder Ludwig und ihren kleinen Bruder Albert umfasste – in Kirchheim in einem Haus der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz in der Zentstraße 6.
Nach der Machtübergabe an die NSDAP wuchs der Druck auf die Familie rasch, zumal Charlotte wie ihre Mutter jüdischen Glaubens war. Dennoch konnte sie von Mai bis Dezember 1935 als Lehrling der jüdischen Firma Gebr. Rothschild (Kaufhaus in der Hauptstraße, heute Kraus) arbeiten. Der Betrieb musste jedoch 1936 verkauft werden.
Charlotte besuchte daraufhin eine Fortbildungsschule, bis sie von den Eltern (die 1939 auf ihre Wohnung in der Zentstraße aufgeben und in die Häuselgasse 28 umziehen mussten) am 11. August 1939 zu Verwandten nach London geschickt wurde; am 15. April 1945 folgte sie ihrem Bruder Ludwig, der damals bereits in Atlanta, Georgia, lebte, in die USA.
Charlotte hatte zwei Kinder: Maria und Albert, die die Namen ihrer Mutter und ihres Bruders tragen. Beide hatte die NS-Regierung in ihren Vernichtungslagern ermorden lassen.
Sie lebte zuletzt in Forrestville, Maryland und starb am 21. Dezember 1979.
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