Karl Bodem

geb. 10.5.1891 in Nußdorf/Pfalz, gest. 20.4.1943 in Heidelberg
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Karl Bodem mit Frau Maria und Sohn Ludwig, ca. 1919

Karl Bodem wurde am 10. Mai 1891 in Nußdorf bei Landau geboren und lernte das Malerhandwerk.

1918 heiratete er die Jüdin Maria Zwornick; er selbst wurde auch von den Nazis nicht als Jude eingestuft. Das Ehepaar bekam vier Kinder, wie die Mutter waren sie jüdischen Glaubens. Das älteste, Ludwig, kam 1919 zu Welt, es folgten 1920 Charlotte, 1922 Wolfgang, der schon 1923 im Alter von knapp einem Jahr starb, und 1923 Albert.

Karl Bodem betrieb seit 1925 zusammen mit seinem Bruder Ferdinand ein Maler-, Tüncher-, Tapezier- und Parkettbodenreinigungsgeschäft in der Weststadt, zuerst in der Dantestraße 22, später in der Gaisbergstraße 11.

Seit 1932 wohnte die Familie in Kirchheim in einem Haus der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz in der Zentstraße 6.

Nach der Machtübergabe an die NSDAP wuchs der Druck auf die Familie rasch. Karl Bodem, aus Regierungssicht Teil einer „Mischehe“, musste das Malergeschäft schließen und vermutlich auch die städtische Wohnung räumen, denn ab 1939 wohnte die Familie in der Häuselgasse 28.

Die Eltern konnten Sohn Ludwig 1937 und Tochter Charlotte 1939 außer Landes bringen.

Am 20. April 1943 starb Karl Bodem an einer Lungenentzündung. Damit verloren Maria und Albert den Schutz durch die „Mischehe“, und keine zwei Monate später holten die Behörden die beiden und ermordeten sie, in Auschwitz und (vermutlich) Sobibor.

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